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Behandlungsmöglichkeiten

Low Dose Rate (LDR) Brachytherapie (spezielle Strahlentherapie)

LDR Brachytherapie auch bekannt als "Seed Implantation" ist die Implantation von schwach radioaktiven Stiften in die Prostata. Die titnumhüllte Stiften enthalten einnen strahlenden Isotop. In Deutschland wird meist Jod 125 verwendet. Bei der Brachytherapie wird eine vorausberechnete Strahlendosis direkt auf die Prostata verabreicht. Dies vermindert das Risiko, dass Gewebe oder Organe um die Prostata herum verstrahlt werden. Während die Aktivität mit der Zeit abnimmt, verweilen die Seeds problemlos in der Prostata. Die Brachytherapie kann alleine oder in Kombination mit Hormontherapie einer externen Bestrahlung durchgeführt werden. Im Allgemeinen handelt es sich dabei um eine kurze stationäre Behandlung von 1-2 Tagen oder gar eine ambulante Behandlung. Nach der Implantation kann es bei einigen Patienten zu Beschwerden beim Wasserlassen kommen. Diese sind vorübergehend und können ein paar Tage oder Monate nach der Implantation anhalten.

 

Externe Strahlentherapie (externe Bestrahlung)

Diese Behandlungsart verwendet hochenergetische Röntgenstrahlen, die auf die Prostata gerichtet werden. Die Behandlungsdauer umfaßt 6-8 Wochen an 5 Tagen in der Woche. Eine Behandlungseinheit dauert nur wenige Minuten. Als Nebenwirkungen können relativ selten Impotenz etwas häufiger Miktionsstörungen wie Harndrang oder häufigere Wasserlassen auftreten. Strahlenschaden am Mastdarm sind ebenso möglich.

 

Chirurgie (operative Entfernung der Prostata)

Die radikale Prostatektomie ist die chirurgische Entfernung der Vorsteherdrüse. Bei ihr verweilt der Patient nach der Operation mehrere Tage im Krankenhaus, anders als bei der Brachytherapie, die ambulant durchgeführt werden kann. Die beiden häufigsten Nebenwirkungen dieser Behandlung sind der Verlust der Blasenkontrolle (Inkontinenz) und die Unfähigkeit eine Erektion aufrecht zu halten (Impotenz). Nach der Entlassung aus dem Krankenhuas ist in der Regel eine Anschlussheilbehadnlung notwendig.

 

Hormontherapie

Das Ziel dieser Behandlung ist es, den Testosteron (männliche Sexualhormon) -Spiegel im Blut zu senken. Dies verlangsamt das Wachstum der Krebszellen für eine Weile. Unter gewissen Umständen können Hormone zusammen mit der Brachytherapie verwendet werden um die Prostata und den Tumor schrumpfen zu lassen. Eine Hormontherapie alleine wird aber nicht mit dem Ziel einer vollständigen Heilung angewendet.

 

Beobachten und Abwarten

Viele Prostatatumore wachsen langsam, deshalb kann der Arzt für einen bestimmten Zeitraum eine engmaschige Kontrolle ohne aktive Therapie empfehlen. Während dieser Zeit wird die Entwicklung und das Wachstum des Tumors sehr sorgfältig überwacht.